Jäcki und die Heere der Unempfindlichkeit. Hubert Fichtes letztes Jahr

Überarbeitete und erweiterte Fassung vom 18. Juli 2014

Salih Alexander Wolter:
Jäcki und die Heere der Unempfindlichkeit. Hubert Fichtes letztes Jahr

«Die Welt als Buch bricht zusammen.»

«Geilheit des Aufbruchs damals / Traurigkeit heute», notiert Hubert Fichte Ende März 1985 in Paris.1 Der Hamburger Schriftsteller, Ethnograph und Journalist hat dort mit seiner Lebensgefährtin, der Fotografin Leonore Mau, seinen 50. Geburtstag gefeiert und will jetzt allein weiter nach Marokko.

thumb-PlatzderGehenktenCoverAls er 15 Jahre zuvor für einen westdeutschen Sender ein Radiofeature über das Treiben auf der Djemma el Fna, dem legendären ‹Platz der Gehenkten› in Marrakech, verfasste, ließ er weg, was ihn dort besonders angezogen hatte.2 Denn der Paragraph 175 des Strafgesetzbuches, der in der Bundesrepublik weiter in der Nazi-Fassung gegolten hatte, war eben erst gelockert worden. «Die Drohung mit dem KZ bis zum zehnten Lebensjahr, weil ich Halbjude war. / Die Drohung mit dem Zuchthaus, weil ich schwul war»:3 So hat er einmal zusammengefasst, wie er – der junge ‹Detlev› seines ersten Romans Das Waisenhaus (1965) – die Kontinuität des Rechtsstaats erlebte. Die Erinnerung an die Verfolgung blieb für ihn prägend.

Einem breiteren Publikum wurde er 1968 mit dem ‹Gammler-Roman› Die Palette, aus dem er im ‹Star-Club› an der Reeperbahn las, als ‹Pop-Literat› bekannt. Damals begann neben Detlev der ‹Jäcki› Gestalt anzunehmen, der – an seiner Seite ‹Irma› mit ihrer Kamera – in Fichtes auf 19 Bände geplanter Geschichte der Empfindlichkeit nach St. Pauli noch andere Tropen erforschen will. Er hatte in den frühen 1960er Jahren in einer Pariser Sauna die Erfahrung gemacht, der er sein ganz eigenes Verständnis von ‹bi› verdankte und auf die in seinem neuen Buch eine der ‹Ricardtanten› anspielen wird («Ich sah Marcel Proust im Dampf»4): Oral befriedigt von einem ‹alten Franzosen› und gleichzeitig – zum ersten Mal – anal genommen von einem ‹jungen Araber›, genoss er «die Bewegung des Hin und Her, das Oszillieren zwischen den Polen».5 So jedenfalls interpretiert der Literaturwissenschaftler Peter Braun in seiner Reise durch das Werk von Hubert Fichte den Dreier und leitet daraus «eine Denkfigur für einen Raum dazwischen» ab, in dem der Autor später auch «seine Darstellung der afro-amerikanischen Religionen angesiedelt» habe.6 Aber seinen wohl berühmtesten Satz sagte Jäcki – «möglicherweise von der Erfahrung der Djemma el Fna […] beflügelt», so Braun7 – erst 1971, im Roman Detlevs Imitationen ‹Grünspan›: «Ich kann mir die Freiheit, wenn ich ehrlich bin, nur als eine gigantische, weltweite Verschwulung vorstellen…»8

Hingegen hält Fichte 1985 in seinem Tagebuch fest, «wie eine Welthysterie sich ausbreitet».9 Wenige Tage vor seiner Reise nach Paris und Marokko notiert er bei einem Besuch in Westberlin:

«Die Schwulen mit positiver Lymphreaktion geben ein Fest.
Der Kurde Ahmed.
– Warum sind alle in Deutschland so mürrisch, so traurig?
– Ist Krieg oder was?
Hussein der blonde Libanese.
Familienvater.
Mit jenem unaussprechlichen Mehr an Rundung am Arsch.
Wie er stöhnt und sich ficken lässt, oder fickt.
Was für ein Jammer.»10

Zurück aus Marrakech und mitten in der Arbeit am Platz der Gehenkten, der Teil des großen Zyklus sein soll, verzeichnet der Schriftsteller im Spätsommer «Aidstitel auf Time und Newsweek in der vorigen Woche, diese Woche Spiegel und Stern»11 und kommentiert, als der schwule Reiseführer Spartacus Gay Guide sein Erscheinen einstellt: «Die Welt als Buch bricht zusammen.»12

«Wo befinde ich mich, wenn ich schreibe?»

Auch das andere Reisen, von dem die Geschichte der Empfindlichkeit handelt, scheint unmöglich geworden – war vielleicht bereits eine Illusion, als Jäcki seinerzeit aufbrach. Der ständige Wechsel im Roman, fast unmerklich, zwischen den Wahrnehmungen von 1970 und denen dieses Frühjahrs, legt es nahe.

«Die chthonischen Tage sind vorbei», heißt es da, als Irma im Paris des Jahres 1985 ein Beispiel der postmodernen Banalität ablichtet, mit der wir es uns in den Metropolen eingerichtet haben. Hochgestoßene Granitplatten simulieren Kunst im öffentlichen Raum:

«Staatlich gefördertes Chaos.
Darunter bricht ein Springbrunnen hervor.
Es bedeutet sicher etwas Umweltfreundliches.
Oder etwas Aufklärerisches.
Unter dem Pflaster der Strand oder so.»

Und die Peripherie gleicht sich dem Stumpfsinn an, bis in die Körpersprache. Was sich in Marokko verändert hat:

«Die Männer halten sich nicht mehr an den Händen.
Keine zweite Erzählung mehr aus Händen, Füßen, Ohren, Augen, Wimpern zur Erzählung aus dem Mund.
Das Fernsehen lehrt auch hier die falsche Gefasstheit.»13

Jäcki ist im Taxi unterwegs, auf der Suche nach einem Zimmer in der von Touristen überfüllten Stadt. «Auf den Friedhöfen Züge von Menschen», beobachtet er: «In schrillen Farben steigen sie zwischen den Steintafeln hoch.» Er erkennt Kinder mit Pappkartons, Frauen mit Plastikbündeln, Wachsoldaten mit Maschinenpistolen im blaustichigen Flutlicht. «Die Armee hat alle Hütten da unten eingerissen, sagt der Taxifahrer.» Die Präsidenten, die im Palasthotel wohnten, wollten solche armseligen Unterkünfte nicht sehen.14 «Ein Literaturkongress wird erwartet», erinnert sich Jäcki an die Zeit, als Marrakech ein Fluchtpunkt des ‹westlichen› schwulen Untergrunds war («Die Beatgeneration: Ginsberg, Burroughs, Corso, Ferlinghetti – alle 60»): «Jean Genet soll ein Hippiesymposion leiten! / Dafür wird die Stadt gesäubert.»15

«Wo befinde ich mich, wenn ich schreibe? / Hier oder dort oder in der Mitte oder nirgends?», fragt sich Jäcki16 – «Bin ich ein Foto von Irma?»17 – zwischen den Händlern und Gauklern, Sufi-Musikern und späten Hippies auf der Djemma el Fna. In der Auseinandersetzung mit dem Metier der Gefährtin hat er seine Poetik ausgearbeitet: «Die ganze Geschichte in einer tausendstel Sekunde. Die Welt als reines Bild. Das ist die wahre Kunst. Nichts weiter mehr als ein Apparat», begeisterte er sich anfangs.18 Irma widersprach ihm, beharrte auf dem Eigensinn, der sich mit der Technik entwickeln muss, damit die Vorstellungsbilder entstehen können. Jäcki maulte, das bedeute «ja dann doch wieder Auffassung, Verwandlung. Synthese. Proust.»19 Voilà. Die «Wirklichkeit» ist nicht einfach ein «Abfallprodukt der Erfahrung […], mehr oder weniger identisch für alle, weil jeder weiß, was wir meinen mit: schlechtes Wetter, ein Krieg, […] ein blühender Garten», heißt es in der Suche nach der verlorenen Zeit.20 Und deshalb beginne für den Schriftsteller die Wahrheit erst, wenn er «zwei verschiedene Gegenstände nimmt, die Verbindung zwischen ihnen herstellt […] und sie einschließt in die zwingenden Glieder eines schönen Stils; oder auch erst, wenn er, wie das Leben es tut, in zwei Empfindungen etwas Gemeinsames aufzeigt».21

Hubert Fichte verlegte sich auf ein minimalistisches literarisches Programm, das an den ältesten Zeugnissen der Antike geschult war: Das Wort sollte nicht nur etwas benennen, sondern zugleich eigenständige rhythmische Macht sein. Umso schwerer wiegt ein jedes, wo so viel Weiß auf der Seite bleibt. Oft gebraucht der Autor das ‹N-Wort›, und sein Satz «Eine Gruppe Marokkaner führt eine Gruppe Affen vor»22 ist unerträglich. «Fichte verkennt nirgendwo die Bedeutung des scheinbar sehr Fremden, das er mit ansehen muss, für das Verstehen unserer eigenen […] Zivilisation», versicherte aber sein Freund, der große Gelehrte Hans Mayer. «Immer wieder kommt er auf die Gemeinsamkeiten zurück.»23

«Wir verstehen nichts von ihrem Leben»

In Marrakech macht einmal «Arafa, der schwarze Mann von der Klappe», Jäcki «doch noch an.»

«– Ich bin Maurer.
– Ich verdiene 15 Dirham am Tag.
– Wenn ich Arbeit finden kann.»

Der Weiße bleibt «der Freier» aus Hamburg:

«Zum Schluss noch den Dirham für den Bus.
– Um den Schein nicht anzubrechen.
Wie am Hauptbahnhof.»24

Ein andermal fragt ihn einer, «und mit ihm 1400 Jahre Hidschra», ob er noch einmal wolle:

«– Langsam,  bitten mit mir 2000 Jahre Christentum.
Als ich ihm danach Geld anbiete:
– Kein Geld, es ist für die Freude des Herzens.»25

Aber die gutsituierten europäischen Schwulen, die beim Ricard auf einer Caféterrasse am Rand der Djemma el Fna plaudern, glauben nicht an interkulturelle Begegnungen.

«– Und  hat man genug und lässt sie sitzen, sehen sie einen an, versteint vor Traurigkeit.
– Mit Traurigkeit lässt sich doch gar kein Geld machen!
– Sie verschwenden ein Gefühl, ohne etwas dafür zu kriegen.»26

So tauschen sie ihre Erfahrungen mit einheimischen Männern aus: «Wir verstehen nichts von ihrem Leben.»27 Dabei kennen sie die Rahmenbedingungen:

«– Zur Unabhängigkeit schenkte Mohammed V. Herrn Krupp ein Haus in Marrakech.
– Eine Widerstandskämpferin hat ein schwules Hotel in Agadir.
– Jetzt macht sie die Betten für die Herren, die sie früher in die Luft gejagt hat.»28

Aber kein Anflug von Schuldgefühl, sie sind sich sicher: «Es ist nicht der Kolonialismus.»29 Außerdem:

«– Ich bin selbst auf den Strich gegangen im Krieg.
– Noch 1943 standen die Frontsoldaten in einer Reihe unter den Spreebrücken.
– Sie ließen das Geschlechtsteil heraushängen, und man konnte sich einen aussuchen.
[…]
– Mein Geliebter verschwand im KZ.»

Das erzählt 1970 ein «Richter aus München», der findet: «Eigentlich altern wir Tunten doch ganz gut.»30 Und die ‹Ricardtanten› ahnen damals:

«– Mit ihrer Gay Liberation machen sie sich alles kaputt!
[…]
– Als Unterdrückte gingen wir auf dem Platz der Gehenkten weg wie warme Semmeln.
– Vor den Teutonen-Fritzes laufen die echten Männer hier auf und davon!»31

«Koran auf Bibelpapier ist unpraktisch.»

Als Jäcki die Liste seiner Sexpartner in Marrakech durchgeht, wird ihm die Feststellung des Offenkundigen wichtig: «Ich kann weniger Arabisch als Buchtar, Arafa, Gaouty.»32 Er sieht den Mietkalligraphen auf der Djemma el Fna bei der Arbeit zu:

«Die Skriben zeichnen Gitter aus gelber Tusche aufs Papier.
Dahinein schreiben sie.
Keile und Gekröse für Litaneien.»33

Keile und Gekröse – die Buchstaben der fremden Sprache, die er lernen will. In ihr erklingt von den Minaretten der Gebetsruf der Muezzins, der ihn im Roman leitmotivisch weckt. «Aufwachen. / Zwischen Traum und Traum», zwischen dem Aufenthalt von 1970 und dem von 1985:

«Die Stimmen der Sänger vom Turm.
Gottes Wort.
Sauer.»34

Wird damit der erstarkende Islamismus zum Thema, wie Peter Braun meint?35 Wird Hubert Fichte, der einst in Marokko zur befreienden Vorstellung von der ‹Verschwulung der Welt› fand, zum Verteidiger ‹westlicher Freiheiten› gegen die demagogischen Prediger, die im Zeichen der Aidsfurcht auch hier auf die alte Geschichte von Sodom zurückkommen, wie es ihnen amerikanische TV-Evangelisten vormachten? In der eigenen Tradition wurde sie nicht gegen Homosexuelle gewendet – aber die wusste auch nichts von ‹Homosexuellen›. Für sie war gleichgeschlechtliches Begehren einfach «ein Faktum, das dem Menschsein als solchem entspringt», wie es Georg Klauda in seiner Studie Die Vertreibung aus dem Serail formulieren sollte.36

Jäcki versucht sich an der Übersetzung einer französischen Übersetzung scheinbar zuständiger Stellen in der heiligen Schrift des Islam:

«Im Kopf eine Art Luther-Deutsch.
Koran auf Bibelpapier ist unpraktisch.
Die Tinte schlägt durch.»

Er stellt fest, dass die Offenbarungen nach ihrem Umfang absteigend geordnet sind, sodass die apokalyptischen frühesten Verse nach denen aus der Zeit stehen, als sich die neue Religion schon durchzusetzen begann und die vielen Dinge des täglichen Lebens zu verhandeln hatte:

«Die Texte des Koran werden kürzer von Sure zu Sure.
Die Texte des Platzes der Gehenkten werden länger.
Ich möchte das Gesetz der schrumpfenden Glieder durch das Gesetz der wachsenden Glieder ausgleichen.»37

So nimmt sich Jäcki nun einen jungen Schwarzen zum Vorbild, der als professioneller Erzähler auf der Djemma el Fna seine Geschichten immer weiterspinnt und ihn zugleich an das Versprechen des Aufbruchs erinnert:

Er «lockte sie von Inschrift zu Inschrift.
Now I want to be free.
Und noch:
Isn’t it right?»38

Indes:

«Wie messe ich Länge und Kürze?
Wie die Griechen, durch Längen und Kürzen.
Und die Pausen?
Das Nichts?»39

«Die Schwulen waren vorn vorn vorn…»

«Stügeros d’hüpedexato koitos», deklamiert der humanistisch gebildete Münchner Richter in Marrakech aus der Odyssee. Das Epos vom Reisenden, den kein Abweg davor bewahren kann, wieder zu Hause anzukommen. Vertrautes kulturelles Erbe in lateinischer Umschrift:

«– Doch ein trauriges Lager empfängt sie:
– Also hingen sie dort aneinandergereiht mit den Häuptern,
– Alle die Schling’ um den Hals, des kläglichsten Todes zu sterben,
– Zappelten dann mit den Füßen ein Weniges, aber nicht lange.
– Von Homer bis Himmler!»40

thumb-HamburgHauptbahnhofCoverHieran wird Fichte in Hamburg Hauptbahnhof. Register noch einmal anknüpfen. Die Fragmente dieses Bandes bilden den erzählerischen Abschluss der Geschichte der Empfindlichkeit, die es immerhin auf 17 der geplanten 19 Bände brachte. Von den «Ketten» ist da die Rede, in die Archilochos – «den Jäcki Arschilochos aussprach»41 – unser Denken gelegt sah, als er im 7. Jahrhundert v. u. Z. über den ‹Rhythmus› nachsann;42 deren Klirren an den unzähligen Unterdrückten sich durch die abendländische Geschichte ziehen sollte; die in der schwulen Weltliteratur zum Fetisch wurden, bei Proust, bei Genet. Und jetzt treten der Baron de Charlus und Querelle «in einem Hinterhof zwischen Othmarschen und Altona auf und spielen Mörder, SS-Mann, KZ-Wärter, bis die Seppelhose an der Seele festwächst, wie Jäcki sagte».

Ein Schlusswort des Schriftstellers Hubert Fichte, der sich damit von seinem Alter Ego emanzipiert:

«Die Schwulen waren vorn vorn vorn.
Und auch Jäcki begriff nicht, dass sie nur der Wurmfortsatz waren der Heere der Unempfindlichkeit.»43

Der Platz der Gehenkten war der letzte Roman, den Fichte druckfertig machen konnte. Im Hamburger Hafenkrankenhaus erlag er am 8. März 1986, kurz vor seinem nächsten Geburtstag, einem Lymphom. Sein Freund Professor Mayer vermutete, er wollte nicht älter als 50 werden.44

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Zitatnachweise/Anmerkungen:

1 Zit. nach Braun (2005): 282.
2 Vgl. ebd.: 284.
3 Zit. nach ebd.: 113.
4 Fichte (2006 [1989]): 164.
5 Braun (2005): 131.
6 Ebd.: 133.
7 Ebd.: 285.
8 Zit. nach ebd.: 285.
9 Zit. nach ebd.: 281.
10 Zit. Nach ebd.: 279f.
11 Zit. nach ebd.: 281.
12 Zit. Nach ebd.: 280.
13 Fichte (2006 [1989]): 217.
14 Ebd.: 210ff.
15 Ebd.: 139.
16 Ebd.: 215.
17 Ebd.: 107.
18 Zit. nach Braun (2005): 137.
19 Zit. nach ebd.: 138.
20 Proust (2004 [1927]): 293.
21 Ebd.: 292.
22 Fichte (2006 [1989]): 54.
23 Mayer (1998): 199.
24 Fichte (2006 [1989]): 158f.
25 Ebd.: 156.
26 Ebd.: 168.
27 Ebd.: 166.
28 Ebd.: 135.
29 Ebd.: 104.
30 Ebd.: 124.
31 Ebd.: 153.
32 Ebd.: 138.
33 Ebd.: 76.
34 Ebd.: 12 u. ö.
35 Vgl. Braun (2005): 286ff.
36 Klauda (2008): 51.
37 Fichte (2006 [1989]): 13.
38 Ebd.: 213f.
39 Ebd.: 13.
40 Ebd.: 106.
41 Fichte (1993): 45.
42 Vgl. Georgiades (1958): 65.
43 Fichte (1993): 45.
44 Vgl. Mayer (1998): 190: «Wir haben Kenntnis von seiner letzten Krankheit. Mir genügt sie nicht. Als ich die Todesnachricht in der Zeitung las (oder war es eine Mitteilung des Rundfunks?), spürte ich sogleich, wie sich ein Gedanke insgeheim vordrängte: er hat früh sterben wollen. Nach dem fünfzigsten Geburtstag, den er mit großer Freude und Dankbarkeit erlebt und auch genossen hatte. So starb er kurz vor dem 51. Geburtstag.»

Quellen:

Braun, Peter (2005): Eine Reise durch das Werk von Hubert Fichte. Frankfurt a. M.: Fischer Taschenbuch.

Fichte, Hubert (2006 [EA 1989]): Der Platz der Gehenkten. Roman. Frankfurt a. M.: Fischer Taschenbuch.

Fichte, Hubert (1993): Hamburg Hauptbahnhof. Register. Frankfurt a. M.: S. Fischer.

Georgiades, Thrasybulos (1958): Musik und Rhythmus. Zum Ursprung der abendländischen Musik. Reinbek b. Hamburg: Rowohlt Taschenbuch.

Klauda, Georg (2008): Die Vertreibung aus dem Serail: Europa und die Heteronormalisierung der islamischen Welt. Hamburg: Männerschwarm.

Mayer, Hans (1998): Hubert Fichte: Auf der Suche nach dem Vater. In: Ders.: Zeitgenossen. Erinnerung und Deutung. Frankfurt a. M.: Suhrkamp, S. 188-208.

Proust, Marcel (2004 [franz. EA 1927]): Frankfurter Ausgabe, hg. von Luzius Keller. Werke II. Auf der Suche nach der verlorenen Zeit, Band 7: Die wiedergefundene Zeit. Roman, Frankfurt a. M.: Suhrkamp Taschenbuch.

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Hinweis: Dies ist die überarbeitete und leicht erweiterte Fassung eines Beitrags, der zuerst unter dem Titel Jäcki und die Heere der Unempfindlichkeit. Zum 25. Todestag von Hubert Fichte in der Zeitschrift Rosige Zeiten, Ausgabe 132 (März/April 2011), S. 23-25, erschienen ist.

 

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