«Rassismus und Justiz» (Beitrag von Zülfukar Çetin und Salih Alexander Wolter)

Am Montag, 27. Oktober, um 19 Uhr stellt der Migrationsrat Berlin-Brandenburg – der Dachverband von über 80 Migrant_innen-Selbstorganisationen (externer Link) – im Ballhaus Naunynstraße, Berlin-Kreuzberg, die neue Broschüre «Rassismus und Justiz» vor, zu der Dr. Zülfukar Çetin (s. Alice-Salomon-Hochschule und Stiftung Wissenschaft und Politik) und ich den Text «Rassismus und Justiz am Beispiel des ‹Beschneidungsurteils›» beigetragen haben (s. dazu auch unser gemeinsam mit Prof. Dr. Heinz-Jürgen Voß verfasstes Buch Interventionen gegen die deutsche «Beschneidungsdebatte›, das bundesweit und international breit rezipiert wurde und wird [interne Links]). Zum Auftakt der Veranstaltung wird es eine von Anna E. Younes moderierte Podiumsdiskussion mit Nadija Samou, Sanchita Basu und Iris Rajanayagam geben – anschließend spielen Çığır und Ford. Weitere Beiträger_innen der Broschüre – die nach dem offiziellen Launch auch auf dieser Website verlinkt werden wird – sind (in alphabetischer Reihenfolge der Nachnamen) u. a. Eva Maria Andrades, Iman Attia, Valentin Babuska, Biplab Basu, Elena Brandalise, Tahir Della, Sebastian Friedrich, Mbolo Yufanyi Movug, Maria Portugal und Eberhard Schulz. Salih Alexander Wolter

Reader «Bildung mit links!» als freier Download

Aktualisiert am 1. Oktober 2014

Hawel_Kalmring_Bildungs_mit_links Marcus Hawel & Stefan Kalmring, Hg.: Bildung mit links! Gesellschaftskritik und emanzipatorische Lernprozesse im flexibilisierten Kapitalismus. Eine Veröffentlichung der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Hamburg 2014: VSA Verlag, 206 Seiten, broschiert, 16,80 €, ISBN 978-3-89965-597-1.

«Bildet euch, denn wir brauchen all eure Klugheit. Bewegt euch, denn wir brauchen eure ganze Begeisterung. Organisiert euch, denn wir brauchen eure ganze Kraft.» (Antonio Gramsci) Der Reader ist dem Politikwissenschaftler Dieter Schlönvoigt gewidmet, der die Rosa-Luxemburg-Stiftung entscheidend prägte. Geboten werden 14 Originalbeiträge, darunter der Text Intersektionalität in der Bildungsarbeit von Claudia de Coster, Salih Wolter und Koray Yılmaz-Günay.(S. 118-135). Heinz-Jürgen Voß – der den Band bei socialnet ausführlich rezensierte (externer Link) – schreibt über diesen Beitrag: Continue reading “Reader «Bildung mit links!» als freier Download” »

Heinz-Jürgen Voß & Salih Alexander Wolter: «Nicht ohne Marx – und über ihn hinaus»

MALMOE LogoDie österreichische Zeitschrift Malmoe veröffentlichte in ihrer Ausgabe 66, erschienen Anfang März 2014, eine Reihe von kurzen Statements zum Thema «Welche Bedeutung hat Klasse heute?» (externer Link). Die sehr unterschiedlich ausgefallenen Antworten der angefragten Autor_innen sind nun online nachzulesen, darunter auch diese von Heinz-Jürgen Voß und Salih Alexander Wolter:

Nicht ohne Marx – und über ihn hinaus

Die «Klasse» – einst der Kernbegriff revolutionärer Theorie und Politik – wird in linken Ansätzen, die aktuell im deutschen Sprachraum diskutiert werden, oft nur noch mitgeschleppt. In der kulturwissenschaftlichen Wende der 1970er/1980er Jahre wurde Klasse schon beinahe für tot erklärt. Dass sie sich dennoch ins intersektionale Paradigma hinüberretten konnte, verdankt sie – kleine Ironie der Geschichte – der Borniertheit hiesiger Universitäten. Die lernten das neue Konzept nämlich lieber aus den Büchern nordamerikanischer Professorinnen, als es sich von den marginalisierten Frauen – oft Migrantinnen aus der Arbeiterklasse – erklären zu lassen, die es in ihren Kämpfen hierzulande zeitgleich entwickelt hatten. Nun haben es die deutschen und österreichischen Akademien also auch mit der Triade von Gender, Race, and Class zu tun, wissen aber mit der dritten dieser «Hauptkategorien sozialer Ungleichheit» nicht viel anzufangen, weil sie – anders als die Vordenkerinnen aus den USA – vor marxistischen Analysen zurückschrecken.

Offenbar aus dem gleichen Grund droht eine Linke, die sich auf die «Überwindung von Diskriminierung» beschränken will, deren Grundlagen aus den Augen zu verlieren. Continue reading “Heinz-Jürgen Voß & Salih Alexander Wolter: «Nicht ohne Marx – und über ihn hinaus»” »

«Zwischen Bewegung und Wissenschaft». Glückwunsch, Professor Heinz-Jürgen Voß!

Aktualisiert am 24. Mai 2014

Heinz-Jürgen Voß (links) Ende Mai 2014 im Eisenherz Buchladen, Berlin-Schöneberg, mit (auf dem Sofa v. l. n. r.) Rüdiger Lautmann, Florian Mildenberger, Manfred Herzer, Marita Keilson-Lauritz und Wolfgang von Wangenheim. ©Eisenherz Buchladen, Motzstraße 23, 10777 Berlin

Heinz-Jürgen Voß (links) Ende Mai 2014 im Eisenherz Buchladen, Berlin-Schöneberg, mit (auf dem Sofa v. l. n. r.) Rüdiger Lautmann, Florian Mildenberger, Manfred Herzer, Marita Keilson-Lauritz und Wolfgang von Wangenheim. ©Eisenherz Buchladen, Motzstraße 23, 10777 Berlin

Heinz-Jürgen Voß gehört seit gut zwölf Jahren zu meinen engsten Freund_innen. Gerade mal 34 Jahre alt, kann der diplomierte Biologe und promovierte Sozialwissenschaftler bereits eine ganze Reihe viel diskutierter Fachbücher vorweisen: von Making Sex Revisited (2010) über Geschlecht – Wider die Natürlichkeit (2011) bis zu Intersexualität – Intersex: Eine Intervention (2012) und Biologie und Homosexualität (2013). Dazu zahlreiche Veröffentlichungen in Zeitschriften und Sammelbänden – erst vor wenigen Tagen erschien der von seinem Doktorvater Rüdiger Lautmann herausgegebene Reader Capricen. Momente schwuler Geschichte mit Heinzis Beitrag über Magnus Hirschfeld (externer Link). Der Titel dieses Aufsatzes – «Zwischen Bewegung und Wissenschaft» – könnte auch über seiner eigenen Arbeit stehen, wovon zum Beispiel unser aktuelles gemeinsames Buch Queer und (Anti-) Kapitalismus zeugt. Jetzt gibt es etwas zu feiern: Dr. Heinz-Jürgen Voß wurde von der Hochschule Merseburg zum Mai 2014 auf die Professur «Sexualwissenschaft und sexuelle Bildung» berufen. Ganz herzlichen Glückwunsch!

Salih Alexander Wolter

«Eine gelungene Mischung aus kompakt erzählter Geschichte der Queer Bewegung und Einführung in die Intersektionalität». Aus Rezensionen zu «Queer und (Anti-) Kapitalismus»

Zuletzt aktualisiert am 20. Oktober 2014

Am 28. August 2013 veröffentlichte der Schmetterling Verlag Queer und (Anti-) Kapitalismus von Heinz-Jürgen Voß und Salih Alexander Wolter. Hier eine Auswahl aus den bisher erschienenen Rezensionen (neuester Beitrag zuerst):

Critica_Logo«[E]in auch für Einsteiger_innen gut lesbarer Überblick», schreibt Hans Reuter in Critica – das linke Magazin für Studierende aus Dresden, Ausgabe vom Oktober 2014 (Link zur Rezension). Der Beitrag weist besonders auf «ein Alleinstellungsmerkmal im Vergleich zu anderen deutschsprachigen Überblickstexten» hin: «die konsequente Einbeziehung eines postkolonialen, antirassistischen Standpunktes. Dabei wird insbesondere auf die Theorieproduktion Betroffener Bezug genommen und offengelegt, dass auch in emanzipatorischen Kämpfen immer wieder Ausschlüsse marginalisierter Gruppen (wie People of Colour und transgender) stattgefunden haben. Gerade die schwule Szene in Deutschland täte gut daran, selbstkritisch die von Voß und Wolter angesprochenen Entsolidarisierungen und Ausschlüsse zu reflektieren.»

Das Argument_307Eine ausführliche Besprechung verfasste Frigga Haug für die von ihr mit herausgegebene Zeitschrift Das Argument, Heft 307 (externer Link zum Inhaltsverzeichnis). Sie unterstreicht, dass Voß und Wolter «auch die BRD ‹als postkoloniales Gebilde› in der ‹neokolonialen Ordnung kritisch ins Visier› [nehmen], an der alle (auch alternative weiße prekarisierte queers) teilhaben ‹als Komplizen›». Weiter heißt es in dem Artikel u. a.: «Die Analyse von Nord und Süd als globale Perspektive gewinnt zugleich eine klarere Sicht auf die Lage der Frauen in der Welt, die (wieder mit Spivak) noch ‹keine Sprache haben›, und auf Migration und Ausbeutung.»

Lambda_Heft 2_2014«Dass queer-feministische Positionen und politische Praxis sowie antikapitalistisches und antirassistisches Engagement sich nicht gegenseitig ausschließen, sondern untrennbar miteinander verbunden sind, führen Heinz-Jürgen Voß und Salih Alexander Wolter detailreich, theoretisch fundiert und politisch streitbar aus», schreibt Gudrun Hauer in den Wiener Lambda-Nachrichten, Ausgabe Mai/Juni 2014 (Link zum externen PDF-Volltext, s. S. 48). Die «spannende Studie» liefere «zahlreiche Einsichten in blinde theoretische und politisch-praktische Flecken von uns weißen politischen AktivistInnen in ökonomisch privilegierten Staaten». Continue reading “«Eine gelungene Mischung aus kompakt erzählter Geschichte der Queer Bewegung und Einführung in die Intersektionalität». Aus Rezensionen zu «Queer und (Anti-) Kapitalismus»” »

Audio-Aufzeichnung der Lesung «Pink Washing Germany? Über die Deutschwaschung der schwulen Szenen» (Koray Yılmaz-Günay & Salih Alexander Wolter)

Aktualisiert am 14. Januar 2014:

Ein vollständiger Mitschnitt der Lesung ist jetzt hier zu hören (externer Link: MP3, 16.5 MB, ca. 48 min).

LESUNG MIT KORAY YILMAZ-GÜNAY & SALIH ALEXANDER WOLTER, MODERIERT VON ZÜLFUKAR ÇETIN, IM MIO’L, BERLIN-KREUZBERG, MUSKAUER STRASSE 15 AM DIENSTAG, 19. NOVEMBER 2013, 19 UHR

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ANKÜNDIGUNGSTEXT: Continue reading “Audio-Aufzeichnung der Lesung «Pink Washing Germany? Über die Deutschwaschung der schwulen Szenen» (Koray Yılmaz-Günay & Salih Alexander Wolter)” »

Heinz-Jürgen Voß & Salih Alexander Wolter: Queer und (Anti-) Kapitalismus

Zuletzt aktualisiert am 20. Oktober 2014

Aktueller Hinweis: Leider wird auf verschiedenen Websites ein – gleich um mehrere Monate – verkehrter Termin für die Veranstaltung mit Heinz-Jürgen Voß und mir in Hannover verbreitet. Richtig ist, dass wir dort am Donnerstag, 15. Januar 2015, ab 19 Uhr 30 im Annabee Buchladen, Stephanusstraße 12-14, gemeinsam aus Queer und (Anti-) Kapitalismus lesen und anschließend gern dazu diskutieren werden. Die korrekten Infos gibt es bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen (externer Link). Salih Alexander Wolter

Eine Auswahl aus den bisher erschienenen Rezensionen des Buches findet sich hier (interner Link).

  Voss Wolter Queer Antikapitalismus• Heinz-Jürgen Voß & Salih Alexander Wolter: Queer und (Anti-) Kapitalismus, Stuttgart 2013: Schmetterling Verlag, 160 Seiten, broschiert, 12,80 €, ISBN 978-3-7003-1859-0. Zur Verlagsseite für diesen Titel geht es hier (dort sind auch das Inhaltsverzeichnis, die ersten Seiten des Buches und der Anfang des Abschnitts «Stonewall revisited» zu finden). Und so lautet der Klappentext:

Die ‹Erfolgsgeschichte› der bürgerlichen Homo-Emanzipation in den westlichen Industriestaaten während der letzten Jahrzehnte fällt mit der neoliberalen Transformation der Weltwirtschaft zusammen. Während vor allem weiße schwule Männer Freiheitsgewinne verbuchen, kommt es zu einem entsolidarisierenden Umbau der Gesellschaft, verbunden mit zunehmend rassistischen Politiken im Innern; zugleich dient der ‹Einsatz für Frauen- und Homorechte› als Begründung für militärische Interventionen im globalen Süden. Dabei waren es schon 1969 in der New Yorker Christopher Street «[S]chwarze und Drag Queens/Transgender of colour aus der Arbeiterklasse», die den Widerstand gegen heteronormative Ausgrenzung und Gewalt trugen und «sich in Abgrenzung zu weißen Mittelklasse-Schwulen und [-]Lesben ‹queer› nannten, lange bevor deren akademische Nachfahren sich diese Identität aneigneten» (Jin Haritaworn). Doch auch hierzulande sind es die queer People of Color, die aktivistisch wie theoretisch gesamtgesellschaftliche Perspektiven jenseits des gängigen Homonationalismus entwickeln. Continue reading “Heinz-Jürgen Voß & Salih Alexander Wolter: Queer und (Anti-) Kapitalismus” »

Die «Interventionen gegen die deutsche ‹Beschneidungsdebatte›» in Wissenschaft und Medien

Zuletzt aktualisiert am 24. Oktober 2014

Eine kleine Auswahl aus dem aktuellen wissenschaftlichen Diskurs: Die Interventionen werden u. a. diskutiert in dem neuen Sammelband Selbstbestimmung und Anerkennung sexueller und geschlechtlicher Vielfalt, hg. von Friederike Schmidt u. a. (Wiesbaden 2015 [das Buch ist bereits im Herbst 2014 erhältlich]: Springer VS, Wiesbaden), im Rahmen der lateinamerikanischen «Befreiungstheologie» (s. Reprint durch die Universität Potsdam hier) und von dem – von uns hochgeschätzten – Judaisten Prof. Alfred Bodenheimer (Autor des Buches Haut ab!), der sie den Studierenden zum Abschluss seines Hauptseminars über die Brit Mila «aufgab» (s. hier). [externe Links]

Signale aus der MehrheitsgesellschaftDie «Interventionen»-Autoren Dr. Zülfukar Çetin und Salih Alexander Wolter wurden im Rahmen des von Network Turkey organisierten und von Dr. Kerem Öktem von der Oxford University geleiteten Forschungsprojekts «Signale aus der Mehrheitsgesellschaft» ausführlich zur sogenannten Beschneidungsdebatte des  Jahres 2012 befragt. Die Studie, die am 19. September 2013 in der Berliner Humboldt-Universität mit einer von Yasemin Shooman von der Akademie des Jüdischen Museums Berlin moderierten Podiumsdiskussion vorgestellt wurde, ist hier zu lesen (PDF –  Text: © Kerem Öktem 2013). Empfohlen sei auch ein Interview mit Dr. Öktem, das die Jüdische Allgemeine am 31. Oktober 2013 veröffentlichte (externer Link zum Beitrag).

Aus wichtigen Rezensionen zu den «Interventionen gegen die deutsche ‹Beschneidungsdebatte›» (neuester Beitrag zuerst): Continue reading “Die «Interventionen gegen die deutsche ‹Beschneidungsdebatte›» in Wissenschaft und Medien” »

Jahrbuch für Islamophobieforschung 2013 erschienen

Jahrbuch Islamophobieforschung 2013 Farid Hafez, Hg.: Jahrbuch für Islamophobieforschung 2013, Wien 2013: Verlag New Academic Press, 194 Seiten, kartoniert, 22,90 €, ISBN 978-3-7003-1859-0.

Der Band enthält u. a.  Fortsetzung einer «Zivilisierungsmission»: Zur deutschen Beschneidungsdebatte von Zülfukar Çetin und Salih Alexander Wolter (mit freundlicher Genehmigung des Herausgebers auch hier veröffentlicht – als PDF gibt es den Text hier). Die weiteren Beiträge sind von Wolfgang Palaver, Martin Meyrath, David Ch. Stoop, Oliver Wäckerlig/Rafael Walthert, Stefanie C. Boulila, Armin Muftić, Alexander Steffek, Rainer Feldbacher, Medina Velic und dem Herausgeber Farid Hafez selbst. Zur Verlagsseite für das Buch geht es hier (externer Link).

«In bester Foucault’scher Tradition». Heinz-Jürgen Voß’ neues Buch über Biologie und Homosexualität

Zuletzt aktualisiert am 13. Mai 2014

«In bester Foucault’scher Tradition», urteilt Susanne Billig auf Deutschlandradio Kultur über das neue Buch von Heinz-Jürgen Voß. Fazit:  «Was Menschen tun und wer sie sind, im Bett und anderswo, kann auf so viele Weisen gedacht und interpretiert werden, wie es Kulturen auf der Erde gibt. Homo, hetero, bi – diese und andere starre Zuschreibungen werden eines Tages ebenso von kulturellen Wandlungsprozessen verschlungen werden, wie sie daraus hervorgegangen sind.» (Link zur Textfassung der Rezension)

«Voß liefert ein anschauliches Buch, in dem er schildert, wie manche BiologInnen unter dem Deckmantel der Neutralität homo- und transphobe Forschungspraktiken vorangetrieben haben. Dabei zeigt er auf, wie Menschenversuche über die NS-Zeit hinaus weitergeführt wurden. Das Schreckensbild, das er zeichnet, reicht bis in die Gegenwart, wo Forschende immer noch nach dem ‹schwulen Gen› suchen – und nach der Möglichkeit, es auszumerzen.» Siegessäule, Ausgabe August 2013

«Der Autor versteht es, wie schon in seinen bisher erschienenen Büchern [...], komplexe naturwissenschaftliche Zusammenhänge gut verständlich und kompakt darzustellen. Er ist eine wichtige Stimme im ‹emanzipatorischen Streiten›.» aep-informationen, 2/2013 (Das Heft kann hier bestellt werden.)

«Die Darstellung ist für Wissenschaftler_innen und Aktivist_innen besonders wertvoll, da sie zum Beispiel dazu anregt, darüber zu reflektieren, wie stark die Arbeiten nationalsozialistischer Forschender in die internationale Forschungswelt eingeflossenen sind und diese bis heute prägen», heißt es in der Rezension, die Diana Schellenberg unter dem Titel «Ist Heteronormativität denn nun heilbar?» auf querelles-net.de veröffentlichte (Link zum vollständigen Text).

«Ein absolut lesenswertes Buch», lautet das das Fazit von Christian Ganske auf dem Blog der Jugendkulturen (Link zur vollständigen Rezension).

Voß Biologie & Homosexualität• Heinz-Jürgen Voß: Biologie & Homosexualität – Theorie und Anwendung im gesellschaftlichen Kontext, Lektorat: Salih Alexander Wolter, Münster 2013: Unrast Verlag, 87 Seiten, broschiert, 7.80 €. ISBN 978-3-89771-122-8. Direktlink zur Verlagsseite für das Buch hier.

Ankündigungstext:

Das Konzept «Homosexualität» entstand im 19. Jahrhundert und ist eng mit Biologie und Medizin verwoben.

Vor dem Hintergrund der massiven staatlichen Verfolgung gleichgeschlechtlicher sexueller Handlungen in europäischen Ländern argumentierten Menschen, die für Straffreiheit stritten, mit der «Natürlichkeit» gleichgeschlechtlichen sexuellen Tuns. «Von Natur aus» gleichgeschlechtlich begehrend, dürften die so handelnden Menschen nicht bestraft werden. Auch die Gegenseite argumentierte biologisch-medizinisch. Beide Richtungen trugen damit dazu bei, dass «Homosexualität» als Konzept etabliert und Biologie und Medizin zu bestimmenden Instanzen über die Legitimität sexuellen Handelns wurden. Continue reading “«In bester Foucault’scher Tradition». Heinz-Jürgen Voß’ neues Buch über Biologie und Homosexualität” »